Neuer tarifvertrag vw

Personalchef Karlheinz Blessing sagte: « Unsere Lohnvereinbarung ist effektiv auf dem Niveau der Metallindustrie. Dies war ein wichtiges Ziel für uns, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Gleichzeitig sind wir als Arbeitgeber deutlich attraktiver. Die zusätzliche Jahresvergütung im Rahmen des Tarifvertrags gibt den Arbeitnehmern die Möglichkeit, sich entsprechend ihren Anforderungen für eine zusätzliche Vergütung oder Freizeit zu entscheiden. Darüber hinaus haben wir das betriebliche Altersversorgungssystem deutlich verbessert. Jeder unserer tarifgebundenen Arbeitnehmer wird die Auswirkungen auf seine Rente bemerken. Diese Verbesserung wird jüngeren Arbeitnehmern durch die längere Beitrags- und Zinsakkumulationszeit mehr zugute kommen. » Volkswagen und die IG Metall haben ihre Verhandlungen für die vom Tarifvertrag erfassten Mitarbeiter der Volkswagen AG erfolgreich abgeschlossen. Als Folge der Coronavirus-Krise fanden die Verhandlungen unter äußerst schwierigen Bedingungen statt. Die Parteien einigten sich darauf, dass der mit Wirkung zum 30. April 2020 gekündigte Tarifvertrag bis Ende Dezember 2020 ohne Erhöhungder der Gehaltstabellen in Kraft bleiben soll.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von acht Monaten. Darüber hinaus wurde eine Unterstützung für die Mitarbeiter vereinbart, damit sie ihren Alltag in der Coronavirus-Krise besser meistern können. Arne Meiswinkel, Generalbevollmächtigter der Volkswagen AG und Verhandlungsführer des Unternehmens in der Lohnrunde, sagt: « Die Corona-Krise stellte die Lohnparteien vor besondere Herausforderungen. In der Tarifrunde ging es auch darum, die Konsequenzen für Unternehmen und Arbeitnehmer in Grenzen zu halten und den Neustart bestmöglich vorzubereiten. Unter diesen Bedingungen ist die einzig richtige Antwort eine Schlussfolgerung auf Sicht: kurzfristig, mit dem Ziel, unsere wichtigen Projekte auch in schwierigen Zeiten voranzutreiben, und mit dem Ziel, pragmatische und realistische Lösungen für unsere Mitarbeiter zu finden, damit sie mit der Situation am besten umgehen können. » Der neue Tarifvertrag wurde am 22. Februar, einen Tag vor Ablauf der gesetzlichen Dreimonatsfrist, im Volkswagen Werk unterzeichnet. Die Verhandlungen begannen im November 2016. Während dieses Zeitraums schlug die ITUWA mehr als dreißig Änderungen der Vereinbarung zur Verbesserung der Arbeitnehmerpositionen vor. Der Arbeitgeber zögerte, sie anzunehmen, aber nach Verhandlungen wurde eine Einigung erzielt. Laufzeit: acht Monate, vom 1.

Mai 2020 bis zum 31. Dezember 2020. « Die Mitarbeiter von Volkswagen haben auch 2019 eine starke Teamleistung gezeigt », sagte Volkswagen AG-Chef Dr. Herbert Diess. « Sie haben einen wesentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg von Volkswagen geleistet. Mit dem Bonus im Rahmen des Tarifvertrags möchten wir ihnen für ihr Engagement danken und jedem einzelnen Mitarbeiter die Mitteilnahme am Erfolg des Unternehmens ermöglichen. » Ferner wurde eine Einigung über die Verlängerung der seit 2019 geltenden Option zur Umwandlung zusätzlicher Vergütungen aus dem Tarifvertrag in sechs Tage bezahlten Urlaub erzielt. Künftig gilt die Option für Mitarbeiter, die sich um ein Kind unter 12 Jahren kümmern. Früher lag die Obergrenze bei 10 Jahren. Im Jahr 2020 haben sich bereits 9.400 Eltern für den zusatzurlaub entschieden. Die Konversionsoption für Eltern und Pflegende Angehörige wird ebenfalls erweitert. Die Umstellung wird nun in bis zu fünf statt in zwei Jahren möglich sein.

Das nächste Ziel der Gewerkschaft besteht darin, in den nächsten sechs Monaten eine Vereinbarung über die Rechts- und Arbeitsbeziehungen zu schließen. Die Gewerkschaft wird das von Volkswagen in Deutschland angenommene Dokument als Grundlage nehmen.