Tarifvertrag druckindustrie angestellte

Auch in Dänemark stieg die Zahl der Beschäftigten im gleichen Zeitraum leicht an (von 13.600 auf 14.507). In diesem Zweig der Printmedien ist die Gleichstellung der Geschlechter in Bezug auf die gleichberechtigte Vertretung fast vollständig, was durch die gleiche Anzahl von « nur für Frauen »-Zeitschriften und « nur für Männer »-Zeitschriften erklärt werden könnte. Im Gegensatz dazu betrug die Vertretung von Frauen im Jahr 2004 im Zeitungsverlag nur 36,9 % der Gesamtzahl der Beschäftigten. In diesem Fall geht es jedoch weniger um das Beschäftigungsniveau, sondern vielmehr um das Gehaltsniveau. Im Allgemeinen lagen die Löhne der Frauen 2004 um 6 % unter denen der Männer. In bestimmten Fällen kommt es zu Arbeitskonflikten, da Tarifverträge nicht vollständig eingehalten werden. Dies ist der Fall in Griechenland, wo in diesem Sektor ein erheblicher Teil der Arbeitskampfmaßnahmen stattgefunden hat. Dies geschah, da die Arbeitgeber die Tarifverträge nicht eingehalten haben, was zu einigen rechtswidrigen Entlassungen, der Nichtzahlung von Lohnrückzahlungen und einer Verwässerung von Tarifverträgen führte. Es ist klar, dass sich die meisten Arbeitskampfmaßnahmen auf Lohn- und Sozialversicherungsfragen sowie auf Verstöße gegen das Arbeitsrecht beziehen und sich häufig auf die arbeitsbezogenen Probleme von Journalisten konzentrieren, die bei bestimmten Veröffentlichungen beschäftigt sind. Eine ähnliche Situation ist in Italien zu beobachten, wo die Frage der Erneuerung nationaler Tarifverträge für Journalisten im vergangenen Jahr zu heftigen Konflikten geführt hat. Die Diskussionen waren von Anfang an schwierig, und die Gewerkschaft hat in den letzten Jahren viele eintägige Streiks ausgerufen.

Zum Zeitpunkt des Schreibens waren diese Vereinbarungen noch nicht verlängert worden, und die Journalistengewerkschaft billigte einen weiteren siebentägigen Streik. In den sechs in Tabelle 2 vertretenen europäischen Ländern blieb die Zahl der Beschäftigten zwischen 2000 und 2004 im Verlagswesen im Allgemeinen stabil, während der Drucksektor in diesem Zeitraum einen starken Rückgang zu erleiden schien. Dies spiegelt einen Wandel von der technischen Arbeit zur Dienstleistungsarbeit wider, der in den letzten Jahrzehnten in den meisten Sektoren beobachtet wurde. In Belgien stieg die Beschäftigung im Verlagswesen zwischen 1998 und 2002 ebenfalls um 23 %, während die Beschäftigung im Drucksektor um fast 10 % zurückging. Darüber hinaus weisen Spanien und Finnland darauf hin, dass sich mehr Beschäftigte auf Kleinst- und Kleinunternehmen konzentrieren. In Spanien sind 50 % der Arbeitnehmer berichtend in Unternehmen konzentriert, die weniger als 5 Beschäftigte einstellen. In Deutschland war das Drucken und Publizieren in den 1970er Jahren eine der streikstärksten Branchen. Dies war insbesondere auf Konflikte zurückzuführen, die sich aus der Einführung neuer Technologien ergaben. Seitdem ist die Streiktätigkeit zurückgegangen, aber sowohl die Tarifrunde für Zeitungsredakteure im Jahr 2004 als auch im Druck 2005 beinhalteten Arbeitskampfmaßnahmen.

Im Jahr 2004 waren nach Gewerkschaftsangaben rund 3.000 Beschäftigte an Streiks beteiligt. Die Arbeitskampfmaßnahmen erfolgten in Form von aufeinanderfolgenden Wellen kurzfristiger Streiks. In der Tarifrunde 2005 im Druck beteiligten sich 15.000 Beschäftigte in 190 Betrieben an sogenannten Warnstreiks. Generell ist es wichtig zu betonen, dass sich der Mediensektor in einer Legitimitätskrise zu befinden scheint. In Frankreich beispielsweise hat sich in diesem Bereich eine Reihe von Unsicherheiten entwickelt. Diese sind hauptsächlich auf Umstrukturierungen zurückzuführen, die sich aus den jüngsten Übernahmen (Ouest-France und Socpresse) ergeben haben, die die Spannungen in den Arbeitsbeziehungen aufgrund der prekären Beschäftigungslage der Arbeitnehmer in keiner Weise belastet haben.